Hätten Sie`s gewusst?
Jeder Quadratmeter eines ungedämmten, typischen „Bauernhausmauerwerks“ mit Hohlschicht, lässt nach DIN innerhalb eines Jahres eine Heizenergiemenge von ziemlich genau 14 Litern Heizöl hindurchströmen.
Das ist doch viel zu viel oder?
Mit einer unvermutet günstigen (*) und bewährten Dämmmethode lässt es sich normalerweise drastisch ändern.
DIE NACHTRÄGLICHE KERNDÄMMUNG
Anschließend wird durch Ihr Mauerwerk nur noch eine Heizenergiemenge von 4 bis 5 Litern Heizöl hindurch gelassen. Auch kühlt es dann nur noch sehr langsam aus.
(*)Die Gesamtkosten für ein normales Einfamilienhaus betragen ca. 3000,- bis 3500,- €
Wärmeschutz – Energieeinsparverordnung – EnEV
Anhang 3 – Anforderung bei Änderung von Außenbauteilen bestehender Gebäude.
Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt ist.
Allgemeine bauaufsichliche Zulassung
Dieses Instrument wurde in Deutschland zur Qualitätssicherung von Bauarbeiten, sowie zum Schutz des Endverbrauchers geschaffen.
Dieses Prädikat wird vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin vergeben.
Für tauglich befundene Baustoffe erhalten eine bauaufsichliche Zulassung mit einer Zulassungsnummer, diese enthält ausführliche Bestimmungen zum Anwendungsbereich, zur Verarbeitung als auch zur Qualitätssicherung. Um die bauaufsichtliche Zulassung nicht zu verlieren, ist die strenge Einhaltung der Vorgaben erforderlich.
Damit hat der Endverbraucher seine nötige Sicherheit bezüglich der Tauglichkeit des Materials.
Kerndämmung - allgemein
Kerndämmung ist eine spezielle Art der Wärmedämmung von Gebäudeaußenwänden bei zweischaligem Außenmauerwerk. Hierbei kann auf den im Normalfall erforderlichen Luftspalt von mindestens 40 mm und den Lüftungsöffnungen oben und unten in der Außenmauer verzichtet werden. Eine Ausführung ist bei Verwendung von Wärmedämmschaum ab 10 mm Mindesthohlraumstärke, und bei Verwendung von körnigen Dämmstoffen (Granulate) ab 50 mm Mindesthohlraumstärke möglich (nachzulesen in der produktbezogenen bauaufsichtlichen Zulassung des Dämmstoffherstellers).
Verbraucherzentrale Thüringen E.V zur Kerndämmung
Pressemitteilung
Es ist kaum zu glauben - aber satte 30 % der eingesetzten Heizwärme gehen bei Altbauten durchschnittlich über die Außenwände verloren. Dabei ergeben sich gerade bei Häusern, die mit einem sogenannten zweischaligen Mauerwerk erstellt wurden, durch die vorhandene Luftschicht gute Möglichkeiten einer nachträglichen Wärmedämmung. Unumstritten sind der wärmetechnische Nutzen und die positiven Effekte einer nachträglichen Verfüllung des Luftspaltes mit Kerndämmstoffen auf die Energiebilanz und Wohnbehaglichkeit eines Gebäudes. Schon bei einer 4 bis 5 cm dicken Dämmstoffschicht geht über die Außenwände vergleichsweise nur noch halb so viel Wärme verloren wie eingangs geschildert.
Immer noch halten sich allerdings Vorurteile bezüglich der Kerndämmung. Als Risiken empfunden werden oftmals die fehlende Belüftung, die Behinderung des Wasserablaufs innen an der Vormauerung und dadurch befürchtete Feuchteschäden. In unseren Nachbarländern allerdings kennt man solche Ängste nicht. Weit verbreitet ist die Kerndämmung z.B. in der Schweiz, in Holland und Dänemark. Dort wird seit langem vielfach Mineralwolle eingeblasen, nachteilige Auswirkungen aber sind nicht bekannt geworden. Eine Studie aus Holland kam zu überwiegend positiven Ergebnissen bei Altbauten, ebenso liegen aus Dänemark Ergebnisse vor, die eine 95%ige Zufriedenheit der Bauherren ausweisen. Der Verdacht liegt also nahe, dass es sich bei den Vorbehalten gegen die Kerndämmung tatsächlich um Vorurteile handelt, wie sie im Bauwesen allgemein und speziell im Umfeld der thermischen Bauphysik häufig vorkommen. Wird die Dämmschicht verantwortungsvoll von einem Fachbetrieb als dauerhaft wasserabweisender Stoff eingebracht, so besteht kein Grund, auf diese Maßnahme zur effektiven Energieeinsparung zu verzichten.


